Armadillo alias Gürteltier

Armadillo

Das Wort Armadillo ist in unseren Breiten wohl eher weniger bekannt, kommt es doch aus den spanischen – und wird eigentlich „Armadijo“ gesprochen – und bedeutet auf gut Deutsch soviel wie „Die kleinen Gepanzerten“.

Einen deutschen Namen haben Armadillos natürlich auch: hierzulande nennt man sie ganz schlicht Gürteltiere. Der spanische Name Armadillo dagegen stammt vom Wort Armados, was wie schon erwähnt „kleine Gepanzerte“ bedeutet, und auch sehr passend ist, werden die possierlichen Tierchen doch von einem Panzer geschützt. Dieser Panzer der Armadillos ist aus Horn- und Knochenplatten gebildet, welche wiederum mit der Haut des Tieres verwachsen sind.

Auch die deutsche Bezeichnung des Armadillos wurde von diesem Panzer abgeleitet. Denn an Kopf und Hinterteil ist dieser fest mit dem Körper verwachsen und bildet einen starren Panzer, um den Bauch herum jedoch ist dieser wieder ringförmig, um die Beweglichkeit des Tieres gewährleisten zu können – eben wie ein Gürtel, woraus dann das Gürteltier wurde.

Selbst der kopf des Armadillos ist mit einem (Knochen)Panzer versehen, allerdings nur auf der Oberseite. Die Ohren des Armadillos dagegen schauen aus wie bei einer Maus, die Augen wiederum sind recht klein. Interessant ist beim Armadillo dagegen noch, dass die Schnauze von Art zu Art etwas abweichen kann, bei einigen ist sie gar wie eine Röhre langgezogen. Die Beine sind recht kurz gehalten, aber mit scharfen langen Krallen bewaffnet. Der Schwanz des Armadillos erinnert wieder an den Bauch, auch hier findet sich ein Gürtel.

Armadillos gibt es dabei von der Mini- bis zur Maxiversion in fast allen Größen. Die kleinste Art der Armadillos oder Gürteltiere misst gerade einmal 15 Zentimeter und ist mit an die 100 Gramm ein echtes Leichtgewicht: das Gürtelmull. Die größte Maxiversion dagegen, welches treffenderweise Riesengürteltier getauft wurde, kann bis zu stolze 60 Kilogramm wiegen und eine Größe von einem Meter erreichen – wobei hier noch nicht einmal der Schwanz mitgemessen ist.

Ein Armadillo jedoch einmal in freier Wildbahn und so quasi live zu erleben, ist allerdings eher unwahrscheinlich: die possierlichen Tierchen gehören nämlich eher zu den Nachtaktiven in der Tierwelt. Zudem sind Armadillos generell Einzelgänger, was die Angelegenheit der Live-Show noch schwieriger gestalten mag.

Allerdings muss man sich vor den Armadillos etwas in Acht nehmen: zwar sind die Zähne eher schwach und weniger gefährlich, warum die Gürteltiere auch eher auf Insekten und wirbellose Tiere Jagd machen, doch die Krallen sind hochgefährlich. Tatsächlich ist das Riesengürtel Rekordhalter, was die Krallenlänge angeht: 15 Zentimeter finden in der ganzen restlichen Tierwelt nicht ihresgleichen. Dabei sind die Krallen so messerscharf und stabil, dass das Riesengürteltier sogar Beton den Garaus macht.